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Fuchsmühl
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Geschichte Gemeinde Fuchsmühl

Die etwa 2000 Einwohner zählende Marktgemeinde Fuchsmühl liegt am Ostrand des Steinwalds. Umgeben von den Nadelwäldern des Steinwalds und des Teichelbergs erstreckt sich beiderseits der Staatsstraße nach Marktredwitz eine Straßensiedlung, deren Erscheinungsbild von der weithin sichtbaren Wallfahrtskirche „Maria Hilf“ geprägt wird. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahr 1259. Aus alten Aufzeichnungen geht hervor, dass zur damaligen Zeit die „Edlen von Vossenhof“ in der Gegend von Fuchsmühl begütert waren. Man nimmt an, dass der Name des heutigen Ortsteils Fürstenhof von diesem Vossenhof abgeleitet wurde und von dort die weitere Besiedlung erfolgte.

Die weitere Besiedlung des Ortes vollzog sich wahrscheinlich im oberhalb der Mühle gelegenen Talgrund, dem heutigen Ortsteil Niederreuth. Dort bestand bereits um die Mitte des 14. Jahrhunderts ein Gut. Erst durch den späteren Bau der Gnadenkapelle gewinnt der höher gelegene Ortsteil an Bedeutung. Es taucht der Name Oberreuth (die obere Reuth = die höher gelegene Rodung) auf. Der damalige Besitzer der Hofmark Fuchsmühl, Freiherr Daniel von Froschheim, ließ 1692 Kreuzwegstationen an der Straße vom Schloß zur Kapelle errichten. Deshalb liegt der Schluss nahe, dass zu dieser Zeit der mittlere Ortsteil sowie der Hahnenberg noch nicht besiedelt waren und dies erst um die Wende des 17. Jahrhunderts geschah. Eng verbunden mit der Entwicklung von Fuchsmühl ist seit jeher das Gut Fuchsmühl. Die Besitzer dieses Schloßgutes prägten in erster Linie die Geschichte von Fuchsmühl. Eine Urkunde aus dem Jahr 1363 weist als ersten Besitzer Hans Heckel aus. Dieser Hans Heckel war laut dieser Urkunde Leuchtenbergischer Dienstmann. Zur damaligen Zeit hatten die Leuchtenberger durch Ankauf, Erbschaft und Heirat einen stattlichen Besitz in der nördlichen Oberpfalz erworben. Da er jedoch kinderlos blieb, verkaufte er im Jahr 1394 das Schloßgut Fuchsmühl an den Landgrafen Johann I. von Leuchtenberg. Im 15. Jahrhundert, der Zeit der Hussitenkriege, wird nur noch ein Pfalzgraf Rupprecht d. Jüngere als Besitzer erwähnt. Es ist anzunehmen, dass auch das Schloßgut Fuchsmühl nicht von den Hussiteneinfällen verschont blieb.

Inzwischen zum Rittergut erhoben, erscheinen als Nachfolger die Gebrüder Trautenberg. Unter deren Herrschaft tauschte der Waldsassener Abt Andreas das Gut Niederreuth gegen einen Weiher in Voitenthan ein. Anscheinend hatten das Gut Niederreuth und das Schloßgut Fuchsmühl bis dahin verschiedene Besitzer, denn für das Gut Niederreuth wurde im letzten Drittel des 15. Jahrhunderts Christof von Notthafft von Weißenstein auf Thumsenreuth genannt. Dieser vermachte 1472 dieses Gut dem Kloster Waldsassen durch eine Schenkung. So konnte der erwähnte Tausch erfolgen. Die Besitzer des Lehensgutes Fuchsmühl, die Herren von Trautenberg, vereinigten im Jahr 1587 das Gut Fuchsmühl mit dem böhmischen Landtafelgut Nacketsdörfel.

Über die Zeit des 30-jährigen Krieges ist nicht viel bekannt. Genau weiß man nur, dass das Schloßgut Fuchsmühl an den Oberst Johann Philipp Graf von Scharpfenstein verliehen wurde. Als seinen Nachfolger nennt die Geschichte Oberst Kaspar Suetter. Danach bekam wiederum ein Trautenberger, nämlich Stefan Ulrich, das Schlossgut Fuchsmühl. Nach seinem Tod folgte Rudolf von Trautenberg. Dieser verkaufte 1657 an Daniel G. von Froschheim. 1685 starb Daniel von Froschheim. Sein Sohn, Franz Heinrich Daniel von Froschheim erfüllte den sehnlichsten Wunsch seines Vaters und erbaute 1688 auf dem „Hohenberg“ (Hahnenberg) ein Wallfahrtskirchlein zu Ehren der Mutter Gottes, die zum Ursprung der Fuchsmühler Wallfahrt wurde.

Im Jahr 1672 wurde in Fuchsmühl eine kurfürstliche Nebenmautstelle der Hauptmaut Kemnath errichtet, da der Handelsverkehr von Leipzig und aus dem Vogtland nach Regensburg und umgekehrt erfolgen sollte. Fuchsmühl gewann damit den Anschluss an eine bedeutsame Fernhandelsstraße.

1704 verlor Kurfürst Max Emanuel die Schlacht bei Höchstädt und damit sein Land an die Obere Pfalz (Oberpfalz). Daraufhin versuchten Geistliche, Adel, Städte und Märkte ihre alten Privilegien zur Wiedererrichtung der Landschaft zu erlangen. Sie schickten Abordnungen zu Kaiser Franz Josef nach Wien an den Kaiserhof. Unter den Deputierten waren Albertus, Abt von Waldsassen und Heinrich Daniel von Froschheim zu Fuchsmühl, die zur Eröffnung der neuen Landschaft ein kaiserliches Diplom ausgefertigt zurückbrachten.

Das Gut blieb nun längere Zeit in Händen der von Froschheims. Das Geschlecht der Froschheimer erlosch mit dem Königlich Bayer. Kämmerer, Regierungsrat und Hofgerichtsrat zu Amberg, Josef Daniel von Froschheim. Am 01.05.1786 in den Freiherrnstand erhoben, starb er am 16.10.1820 kinderlos in Fuchsmühl.

Das herrenlos gewordene Rittergut verlieh der bayerische König Max Josef an den Staatsminister Friedrich Freiherr von Zentner. 1843 erhielt es Generalleutnant Karl Freiherr von Zoller, der aber schon 1849 verstarb, und danach sein Sohn Maximilian Freiherr von Zoller. Mit ihm erlosch die Linie des erstbeliehenen Karl Freiherr von Zoller. 1889 kam das Gut an eine Nebenlinie, nämlich an Freiherrn Ludwig von Zoller. Unter seiner Herrschaft fand am 29. und 30. Oktober 1894 die berühmt-berüchtigte „Fuchsmühler Holzschlacht“ statt. Sein Sohn Alexander Freiherr von Zoller, verkaufte im Jahr 1937 das Rittergut Fuchsmühl mitsamt dem ganzen Besitz für 600.000 RM an die Stadt Augsburg.

Vom 24. Juni bis 03. Juli 1950 feierte Fuchsmühl seine Markterhebung. Die Übergabe des Marktwappens, der Höhepunkt der Feier, erfolgte durch Landrat Sproß an Bürgermeister Ulrich.

Der Markt Fuchsmühl, der sich nach dem Krieg ständig vergrößerte, ist heute eine aufstrebende Gemeinde im Landkreis Tirschenreuth.

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